WEISSES HAUS

WEISSES HAUS – Beschreibung

1906 wurde das WEISSE HAUS von dem Architekten Johannes Grotjan fertiggestellt. Als einer der führenden Architekten des Hamburger Rathauses verband er die historisierende Bauweise der Gründerzeit mit den damals aktuellen Elementen des Jugendstils. Sein Auftraggeber war der Hamburger Reiskönig, Wilhelm Theodor Wehber. Er ließ das Gebäude direkt am Ufer des Alsterlaufes im Herzen Eppendorfs errichten. Es liegt auf halbem Wege zwischen dem Flughafen und der Hamburger Innenstadt. Grotjan gestaltete den direkt am Wasser liegenden Garten nach französischem Vorbild. Nach einer bewegten Geschichte einschließlich zweier Weltkriege wurde die tausend Quadratmeter große Villa im Zuge einer kompletten Restaurierung 1989 unter Denkmalschutz gestellt. Seitdem stand die Belle Etage mit dreihundertdreißig Quadratmetern und einer fast zehn Meter hohen Eingangshalle für Veranstaltungen und Ausstellungen zur Verfügung. Die Räume sind mit einer aufwendigen aber bewusst unauffälligen Licht-, Audio- und Videotechnik ausgestattet.


Die Akustik der Halle wird von allen Interpreten der klassischen Musik als einzigartig gelobt. Jehudi Menuhin, Justus Frantz, Sakamoto, André Rieu, Marius Müller- Westernhagen, Udo Jürgens und andere Meister verschiedener Genres spielten hier in privatem Umfeld oder zu öffentlichen Anlässen. Auch die Medienkunst ist seit der Restaurierung fester Bestandteil des WEISSEN HAUSES. 1989 eröffnete der Vater der Videokunst Nam June Paik eine mediale Ausstellungsserie mit Arbeiten, die bis heute als Klassiker der Videokunst gelten. Das Gebäude genügt höchsten Sicherheitsanforderungen. In Verbindung mit dem historischem Ambiente konnten auch aus diesem Grunde über hundert Ausstellungen und Veranstaltungen aus Kultur, Medien und Haute Couture in poesievoller Atmosphäre stattfinden. Über zehntausend internationale Besucher waren innerhalb der letzten 25 Jahre zu Gast im WEISSEN HAUS.